Europäischer Templeton-Filmpreis eingestellt

(medientipp) Wie die Filmorganisation der protestantischen Kirchen INTERFILM mitteilt, wird der Europäische Templeton-Filmpreis nach zehn Jahren eingestellt. Unter neuer Leitung hat die amerikanische John Templeton-Stiftung die Finanzierung unterbunden. Als Begründung wird angeführt, dass es keinen Konsens gebe, ob der Preis geeignet sei, Innovationen für wohltätige Zwecke zu fördern oder Menschen dafür zu begeistern. Trotz wachsender Bedeutung und Aufmerksamkeit für den Europäischen Templeton-Filmpreis, erfülle die Wirkung auf die Medien und Öffentlichkeit nicht die Erwartungen der Stiftung.

Der John Templeton-Filmpreis wurde 1997 erstmals vergeben und zeichnete europäische Filme aus, die bereits einen Ökumenischen Jurypreis an einem der zahlreichen europäischen Filmfestivals erhalten hatte. In den vergangenen zehn Jahren wurden vor allem jünger Filmschaffende geehrt, darunter Barbara Albert („Nordrand“, 2000), Andrej Zvjagincev („Die Rückkehr“, 2003) oder zuletzt Jasmila Zbanic („Esmas Geheimnis“, 2006). Aber auch etablierte Namen wie Aki Kaurismäki, Ken Loach oder die Brüder Dardenne finden sich unter den Preisträgern.

Ohne die finanzielle Unterstützung der John Templeton-Stiftung ist INTERFILM leider nicht mehr in der Lage, die Vergabe des Preises weiterzuführen.