Passage2. Rohstoff für das Mutterglück – Vom globalen Handel mit Eizellen

„Du bist etwas Besonderes. Nur du kannst uns geben, was wir brauchen.“ wirbt ein spanisches Zentrum für künstliche Befruchtung. Geld soll junge Frauen animieren, einen raren Rohstoff zu spenden: ihre Eizellen. Kein Wort darüber, dass die Eizellenproduktion mit Hormonen unangenehm und die „Ernte“ gesundheitlich riskant ist. Der Handel boomt, nicht nur in Spanien. Kliniken in Osteuropa locken Kundinnen sogar mit Schnäppchenpreisen, weil Eizellen wegen der Armut dort billiger produziert werden können. Doch aus den Keimzellen der Spenderinnen entstehen Kinder, die irgendwann vielleicht nach ihren Wurzeln fragen