Film als Fenster in eine andere Dimension
(medientipp) An der Generalversammlung des Katholischen Mediendienstes machte der Filmkritiker Thomas Binotto auf die Bedeutung des Films in der religiösen Bildung aufmerksam und rief die katholische Kirche dazu auf, sich verstärkt im Filmbereich zu engagieren.
Schon Papst XI. hat in seiner Enzyklika „Vigilanti Cura“ von 1936 darauf hingewiesen, dass der Film auch für die religiöse Bildung ein ernst zu nehmendes Hilfsmittel ist, so Binotto. Wer genau hinsieht, entdeckt, dass beispielsweise die meisten Hitchcock-Filme religiöse Dimensionen aufweisen. Aber auch in neuerer Zeit setzen sich Filmschaffende mit christlichen Werten und religiösen Themen auseinander, der Engländer Ken Loach etwa oder die Brüder Dardenne aus Belgien, doch auch Science Fiction-Filme wie „Star Wars“ oder „Matrix“ greifen auf religiöse Symbole und Analogien zurück. So bieten sich Filme als attraktive Lehrmittel, etwa im Religionsunterricht oder in der Erwachsenenbildung, richtiggehend an. Der Filmkritiker und Chefredaktor des „Forum“, Thomas Binotto, spannte den Bogen von den Anfängen katholischer Filmarbeit bis in die Gegenwart und zeigte Episoden der anregenden und bisweilen spannungsgeladenen Koexistenz von Kino und Kirche auf. Er bedauerte, dass sich die Kirche immer stärker aus dem Kulturbereich und insbesondere aus dem Filmbereich zurückziehe und hielt fest, dass die Kirche durch diese Distanzierung weit mehr verliere als das Kino.
Das Referat von Thomas Binotto „Kino – Fenster in eine andere Dimension“ ist abrufbar unter: kath.ch/mediendienst/pdf/binotto_kino_fenster.pdf
| Katholische Filmarbeit heute
„Die katholische Filmarbeit ist wichtig für das kulturelle Engagement der Kirche“, betonte Charles Martig, Filmbeauftragter des Katholischen Mediendienstes. Sie baut auf Bildung, Publizistik, Beratung und Engagement an Filmfestivals in Fribourg, Locarno und Nyon. Konkret sind damit verbunden:
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