Mein Name ist Eugen
«Ein einig Volk von Lausbuben» zu sein, das schwören sich die vier Freunde Eugen, Wrigley, Eduard und Bäschteli und geben ihr Bestes. Der rasante Familienfilm basiert auf dem gleichnamigen Kinderbuchklassiker von Klaus Schädelin. Dabei ist der Vorlage neben zahlreichen Streichen auch der ironisch-ernsthafte Erzählstil entnommen.
Dass die Produktion aufwändig war, sieht man dem Film an: nostalgische Ausstattung, Spezialeffekte, nachbearbeitete Bilder. Dabei tritt das spritzig Freche des Buches zuweilen hinter die Perfektion eines Unterhaltungsfilms zurück. Die Handlung ist willkürlich von den 50er- in die 60er-Jahre versetzt, worunter die Originalität leidet, fühlt man sich doch zuweilen unfreiwillig an Verfilmungen von Ludwig Thomas Lausbubengeschichten erinnert. Dennoch mangelt es dem Film mit seinen Aufnahmen von Bern, Tessin, Gotthard und Zürich nicht an typisch Schweizerischem. Nostalgische Gefühle, mit welchen heute erwachsene Leserinnen und Leser an das Buch zurück denken, werden mit dem Film auf jeden Fall bedient. Geradezu brillant ist die Leistung der vier Jungdarsteller, die ihren bekannten Kolleginnen und Kollegen in den Rollen von Eltern, Polizeibeamten, Schaffner oder Lausbubenkönig in nichts nach stehen. Unterhaltung für gross und klein ist garantiert.
Christine Stark, Filmbeauftragte Reformierte Medien
christine.stark@ref.ch
„Mein Name ist Eugen“, Schweiz 2005, Regie: Michael Steiner, Besetzung: Manuel Häberli, Janic Halioua, Dominic Hänni, Alex Niederhäuser; Verleih: Frenetic Films, Internet: http://www.frenetic.ch, Filmwebsite: http://www.eugen-film.ch
Kinostart: 15. September 2005
Buch und CD „Mein Name ist Eugen“ von Klaus Schädelin sind erhältlich beim Theologischen Verlag Zürich oder dem Bildungsservice Schweiz:
http://www.tvz-verlag.ch
http://www.bildungsservice.ch
