Aula. Daheim in der Fremde
Immer wenn in Deutschland über die Integration von Migranten diskutiert wird, beruft man sich auf die kulturelle Identität und meint damit das Eingebundensein des Individuums in eine Gesellschaft mit ihren Werten und Idealen. Leider werden dabei ökonomische und soziale Aspekte ausgeblendet: Menschen derselben Nationalität sind sich fremd, wenn sie verschiedenen sozialen Schichten angehören. Navid Kermani, Islamwissenschaftler und in Deutschland lebender Iraner, erzählt, warum er von abstrakten Identitätskonzepten nichts hält
