Europäischer Templeton-Filmpreis 2004
(medientipp) Im Rahmen der Filmfestspiele in Berlin wurde am 13. Februar der achte Templeton-Filmpreis verliehen. Ausgezeichnet wurde „Yasmin“ (GB/D 2004) von Kenny Glenaan. Yasmin, die Hauptfigur des Filmes, gehört zur zweiten Generation einer pakistanischen Immigrantenfamilie in England. Die junge Sozialarbeiterin lebt im Spannungsfeld zwischen der eigenen Lebenslust und den Erwartungen der Familie. Die Ereignisse vom 11. September zwingen sie ihren eigenen Weg zu gehen und sich selbst treu zu bleiben. Yasmin verkörpert die Erfahrungen vieler Muslime. Der Konfrontation zwischen westlich-säkularer Kultur und radikalen islamischen Ideen stelle der Film die Suche nach alternativen und persönlicher Identität entgegen, so die Jury im Communiqué. Ferner überzeuge „Yasmin“ durch seine ästhetische Qualität, sei griffig erzählt und bleibe zugleich vielschichtig und hintergründig.
Der „Templeton European Film Award“ wird im Auftrag der Templeton Foundation mit Sitz in den USA durch die Internationale kirchliche Filmorganisation INTERFILM und die Konferenz Europäischer Kirchen (KEK) vergeben. Der Preis ist mit 10´000 Euro dotiert.
Die 55. Internationalen Filmfestspiel Berlin, die Berlinale, dauern noch bis zum 20. Februar.
http://www.berlinale.de
