Reflexe. Direkter Draht zum Himmel– Religion und Politik in Amerika

In letzter Zeit ist viel über Präsident George W. Bushs religiös gefärbte Sprache und den steigenden Einfluss evangelikaler Kirchen in den USA geschrieben worden. Fest steht, dass sich 70 Prozent aller Amerikaner als gläubig bezeichnen. In europäischen Medien wurden schon Anzeichen eines drohenden amerikanischen Gottesstaats geortet. Aus amerikanischer Sicht fällt das Urteil nüchterner aus. Marcia Pally, Kulturwissenschaftlerin an der New York University und Publizistin, betont vor allem die historische Kontinuität im Verhältnis von Religion und Politik der Vereinigten Staaten