Im Namen des Publikums
(medientipp) Mit dem Aufkommen deutscher Gerichtsshow-Formate und der Frage nach Sinn und Unsinn einer Öffnung von Gerichtsverhandlungen für Übertragungen ist die alte Debatte über das Verhältnis von Justiz und Fernsehen neu entbrannt. Während empirische Untersuchungen in den USA erste Ergebnisse liefern, blieb die Auseinandersetzung im deutschsprachigen Raum bisher auf spekulative Debatten beschränkt. Wo aber historische Hintergründe und empirische Daten fehlen, mangelt es auch an Verständnis. Die Gerichtsshows in Deutschland wie auch das Gerichtsfernsehen in den USA bewegen sich im Spannungsfeld zwischen Unterhaltung und Information, Fiktion und Wirklichkeit. Eine medienwissenschaftliche Auseinandersetzung ist daher angezeigt. Oliver Meier ist der Entstehungsgeschichte und den Eigenheiten der Gerichtssendungen nachgegangen und präsentiert im Medienheft die Ergebnisse seiner Recherchen.
Internet: http://www.medienheft.ch/kritik/bibliothek/k19_MeierOliver.html
