Filmfestival in Cannes: Preis der Ökumenischen Jury geht an Kaurismäki

Der Film „Der Mann ohne Vergangenheit“ des finnischen Regisseurs Aki Kaurismäki wurde am 55. Internationalen Filmfestival Cannes mit dem Grossen Preis der Offiziellen Jury ausgezeichnet. Ebenso hat er den Preis der Ökumenischen Jury gewonnen, der an der Croisette seit 28 Jahren verliehen wird. Ausserdem vergab die Ökumenische Jury lobende Erwähnungen an die Filme „Der Sohn“ von Jean-Pierre und Luc Dardenne und „Das Lächeln meiner Mutter“ von Marco Bellocchio. Damit würdigte sie auch die hohe Qualität des diesjährigen Wettbewerbs.
Im Mittelpunkt von Kaurismäkis Film steht ein in totaler Armut und ohne Vergangenheit lebender Mann, der Solidarität erfährt und mutig anfängt, sich ein würdiges Leben aufzubauen. Für die Ökumenische Jury ist der von Zärtlichkeit und Humor geprägte Film ein Gleichnis für die Wiedergeburt einer Person und die Geburt einer Gemeinschaft. „Kaurismäkis Kunst lässt einen Moment der Gnade erfahren“, betont die Ökumenische Jury abschliessend in der Begründung ihrer Entscheidung.
Hans Hodel, Filmbeauftragter Reformierte Medien

Weitere Informationen:
juryoecumenique-cannes.cef.fr/
https://www.medientipp.ch/berichte/be0222.htm