10 Jahre DRS-Ombudsstelle: Jahresbericht 2001

(Publikumsrat/medientipp) Otto Schoch, DRS-Ombudsmann, legt den 10. Jahresbericht der Ombudsstelle von Radio und Fernsehen DRS vor. Im Jahr 2001 erhielt er mit 141 deutlich weniger Beanstandungen als im Vorjahr. 30% der Reklamationen betrachtet Schoch als berechtigt.

In den zehn Jahren, seit es die DRS-Obmudsstelle gibt, gingen jährlich zwischen 105 und 271 Beanstandungen ein. Im Jahr 2001 waren es 141, im Vorjahr: 256. Die Sendungen, die am meisten Anlass zur Beanstandung gaben, waren sowohl beim Radio als auch beim Fernsehen DRS die Nachrichten. Drei Reklamationen betrafen die Nachrichten im Radio, 21 die „Tagesschau“. Dabei gab es an „10vor10“ weniger zu kritisieren als noch in den vorangehenden Jahren. Waren es im Jahr 2000 noch 29, so gingen im Jahr 2001 nur noch sechs Klagen ein.

Wie jedes Jahr wurden mehr Fernseh- (96) als Radio-Sendungen (33) beanstandet. Als Kritikpunkte genannt wurden „unsachgemäss, politisch tendenziös“ (45%), „Diffamierung einer Person, Vereinigung, Firma“ (16%), „allgemeine Einwände, technische Probleme“ (16%), „sexuell anstössig, unethisch“ (15%), „Gewaltdarstellung“ (5%), „Verletzung religiöser Gefühle“ (3%).

Nach der Einschätzung von Otto Schoch wurden in 70 % der Fälle weder die Konzession verletzt noch Vorschriften missachtet. An die UBI weitergezogen wurden 7,5 % der Beschwerden. Im Jahr 2000 waren es noch 6 % und 1999 8 %. Die Einschätzungen der UBI entsprachen dabei weitgehend jener der Ombudsstelle.

Über die Aktivitäten der DRS-Ombudsstelle wird regelmässig im Monatsmagazin LINK berichtet. Ausführliche Informationen sind dem Jahresbericht zu entnehmen:

Information und Bestellung: Annamarie Strahm, Telefon: ++41 (0)1 305 67 03, E-Mail: annamarie.strahm@sfdrs.ch