Perspektiven. „Gelobt seist Du, Niemand“ – Paul Celans negative Theologie
„Wo ist, in grossen Gedichten, nicht von den letzten Dingen die Rede“, sagte Paul Celan und stand selbst in ständigem Dialog mit jüdischer Mystik und Tradition. Weil er dies anklagend und oft abgrundtief verzweifelt tat, wurde ihm sogar Blasphemie vorgeworfen. Dabei versucht Celan, selbst noch im dunkelsten Dunkel an Gott zu erinnern. Seine Gedichte sprechen von der Abwesenheit Gottes und gerade deshalb von Gott. Celan wurde so zum Lehrer für die christliche und jüdische Theologie nach Auschwitz
