Medienpreis idée suisse

(medientipp) Der Medienpreis idée suisse wurde an zwei wochenaktuelle Beiträge verliehen. Fritz Dinkelmann, Deutschland-Korrespondent von Schweizer Radio DRS, erhält einen Hauptpreis für seinen Beitrag in der Mittagssendung Rendez-vous, der den Republikanern in Stuttgart gewidmet war. Die Jury schreibt in ihrer Begründung, Fritz Dinkelmann gehe in seinem Radioreport ohne ideologische Scheuklappen der Frage nach, wieso die Rechtsaussen-Partei der deutschen Republikaner im prosperierenden Bundesland Baden-Württemberg so viel Anklang findet. Der Beitrag dokumentiere auf subtile Weise die Denkmuster dieser Wählerschaft, wobei Dinkelmann mit einer Mischung von Beobachtung und Analyse dem Zuhörer die Bewertung überlasse.

Hugo Rämi, freier Journalist bei SF DRS, bekommt den zweiten Hauptpreis für seinen Rundschau-Beitrag „Big Business“, der sich mit den Rucksacktouristen in Interlaken befasst. Die im schnellen Tempo des Videojournalismus realisierte Reportage zeigt laut Jury eine neue gesellschaftliche Tendenz und verdeutlicht den Konflikt zwischen Traditions- und „Fun-Tourismus“.

Eine lobende Erwähnung finden Peter Siegenthaler und Jonny Kopp für ihren „Espresso“- Beitrag auf DRS1 über die drohende Obdachlosigkeit von fünfzig Familien in Zürich.

Der Medienpreis idée suisse wurde am 8. November in Lugano zum zweiten Mal vergeben. Ausgezeichnet werden jeweils tages- und wochenaktuelle Leistungen in den Radio- und Fernsehprogrammen der SRG SSR. Der Preis wurde von Armin Walpen, Generaldirektor SRG SSR idée suisse, initiiert und will die Auseinandersetzung über Qualität und Ethik im Journalismus fördern.