Dokumentarfilmfestival Leipzig: Preis der ökumenischen Jury
(medientipp) Vom 16. bis 21. Oktober 2001 fand das 44. Internationale Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm statt. Der „Preis der Ökumenischen Jury“ wurde vergeben an den Film „Eingeschlossen“ („Asurot“) von Anat Even und Ada Ushpiz (Israel). Die israelischen Filmemacherinnen begeben sich in Feindesland und beobachten den Alltag von drei palästinensischen Witwen und ihren Kindern in Hebron. Umzingelt von der israelischen Armee versuchen die Frauen ihre Würde und Selbstbestimmung zu bewahren. Die Ökumenische Jury schreibt in Ihrer Begründung: „Wir bewundern den Mut, mit dem die Autorinnen die traditionellen Feindbilder unterlaufen. Auf hohem journalistischen Niveau öffnet ihr Film die Augen für die Wirklichkeit hinter der alltäglichen Nachrichtenflut.“ Lobend erwähnt wurde von der Ökumenischen Jury der Film „Schwarze Seele“ („Âme Noire“) von Martine Chartrand (Kanada). Laut Begründung entfalte der Film in nur zehn Minuten das ganze Panorama der afroamerikanischen Kultur: von der Sklaverei bis zur Jazz-Musik. Mitglieder der Ökumenischen Jury waren: Leo Schönecker, Deutschland (Vorsitz), Gerard Fouquet, Frankreich, Raymond Olsen, Dänemark und Kai Voigtländer, Deutschland.
