Medienheft Dossier: Von den Artes liberales bis Google
Massenmedien filtern aus der Flut verfügbarer Informationen jene heraus, die als berichtenswerte Nachrichten gelten. Diese dienen der gesellschaftlichen Orientierung – und wirken gleichzeitig auf die Gesellschaft zurück. Denn Auswahlkriterien sind kaum je neutral. Selbst Suchmaschinen, von welchen wir eine automatisierte Recherche erwarten, funktionieren nach technischen Prozeduren und bezahlten Interessen, die der viel gepriesenen Informationsfreiheit im Internet spotten. Wissen liegt immer schon in Wertungen vor und ist ohne erneute Bewertung nicht zu haben. Umso lohnender ist die Frage, welcher Ordnung das Wissen jeweils unterliegt. Denn die Weltsicht ist keine Konstante und die Vorherrschaft um die Deutung stets Interessen unterworfen. Und diese zeigen sich häufig erst in der Distanz von Zeit und Ort. Das Medienheft wagt eine Zeitreise und führt von der symbolischen Ordnung des Mittelalters über die Pluralisierung der Wissensbezüge in der Frühen Neuzeit bis hin zum Informations-Eldorado der Gegenwart.
Die Übersicht zum Medienheft Dossier 22 befindet sich unter:
http://www.medienheft.ch/dossier/aktuell/uebersicht.html
