Medienheft-Dossier: Big Brother
Die erste Sendestaffel von „Big Brother“ wurde letzten Herbst in der Schweiz sowohl mit Misstrauen als auch mit Spannung erwartet. Was die einen spöttisch kommentierten, feierten die anderen als Ausdruck eines neuen „Lifestyles“. Während sich der Medienrummel um „Big Brother“ nun langsam legt, werden vermehrt wissenschaftliche Studien präsentiert, welche die Entwicklung des Sendeformats beleuchten. Das deutsche „Netzwerk Medienethik“, ein interdisziplinäres Forum zu ethischen Fragen im Medienbereich, hat am 8. und 9. Februar in München die Tagung „Big Brother macht Bilder – Ethische Fragen zur Bildkonstruktion des Realitätsfernsehens im multimedialen Raum“ veranstaltet, um die Ergebnisse wissenschaftlicher Analysen von „Big Brother“ zu diskutieren. Das neue Dossier des Medienhefts stellt einige an dieser Tagung vorgetragene Reflexionen vor und ergänzt sie mit weiteren Positionen. Die acht Beiträge analysieren „Big Brother“ aus medienethischer, juristischer, filmwissenschaftlicher und theologischer Perspektive. Ausserdem werden erstmals Ergebnisse einer Nutzerstudie präsentiert, die im Rahmen eines Forschungsseminars an der Universität Augsburg erstellt wurde.
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