Venedig 2002: Preise der SIGNIS
(medientipp) Am Internationalen Filmfestival Venedig 2002 hat die Jury SIGNIS ihre Preise vergeben. Preisträger sind „Oasis“, Korea 2002, von Lee Chang-dong, „Far from Heaven“, USA 2002, von Todd Haynes und „The Tracker“, Australien 2002, von Rolf de Heer.
Der Hauptpreis gewann „Oasis“, Korea 2002, von Lee Chang-dong mit der Begründung: Durch die Geschichte zweier physisch und psychisch behinderter Personen zeigt der Regisseur deren ganze Menschlichkeit, die so verschieden ist vom Egoismus und der moralischen und spirituellen Dürftigkeit ihrer Familien. Der Film kombiniert erfolgreich naturalistische und poetische Sequenzen. Dem Regisseur gelingt es, einen positiven Weg aus der Situation aufzuzeigen. Er vermittelt eine starke Hoffnung verbunden mit dem Aufruf, andere zu verstehen.
Eine lobende Erwähnung fand „Far form Heaven“, USA 2002, von Todd Haynes, mit der Begründung: Das kunstvolle amerikanische Melodrama beschwört die glänzende, idealisierte und behütete Welt der 50er Jahre herauf. Eine Hausfrau in einer Vorstadt unternimmt eine ungewöhnliche Reise, wobei sie die Kehrseite der Mittelklassen-Gesellschaft und deren Vorurteile gegenüber Rassen und sexueller Identität kennen lernt.
Ebenfalls eine lobende Erwähnung fand „The Tracker“, Australien 2002, von Rolf de Heer, mit der Begründung: Es handelt sich um einen wunderschönen Versuch über das Gesetz, die Gerechtigkeit und die Möglichkeit der Versöhnung zwischen Aborigines und weissen Australiern, indem die fiktive Geschichte eines Flüchtlings von 1922 nacherzählt wird.
Jury SIGNIS: Peter Malone (Australien), Ivan Corbisier (Belgien), Massimo Giraldi (Italien), Geraldine Pare (USA), Olivier Rahayel (Deutschland), Alberto Vicente Ramos Ruiz (Kuba), Marco Vanelli (Italien)
Link: http://www.signis.net
