Europäischer Templeton-Filmpreis 1998
Am 14. Februar wurde ihm Rahmen des internationalen Filmfestivals von Berlin zum zweiten Mal der europäische Templeton-Filmpreis verliehen. Er wurde von der Konferenz Europäischer Kirchen (KEK) und Interfilm, der internationalen ökumenischen Film- organisation, im Namen der Templeton Stiftung eingerichtet. Der diesjährige Preis ist mit SFr. 7´000 dotiert und mit einer Urkunde verbunden. Für die Auszeichnung kommen Filme in Betracht, die „einen hohen künstlerischen Wert haben, einen Standpunkt zum Ausdruck bringen, der mit der Botschaft der Heiligen Schrift übereinstimmt oder die Diskussion darüber anregt, das Publikum auf geistliche und soziale Werte aufmerksam macht“.
Der Templeton Filmpreis 1998 geht an „My Name is Joe“ des britischen Filmregisseurs Ken Loach.
Mit viel Sympathie erzählt der Film – der in einer der ärmsten Gegenden von Glasgow in Schottland gedreht wurde – die Geschichte von Joe, der sich als Arbeitsloser und ehemaliger Alkoholiker in der Realität zurechtzufinden versucht und dabei beinahe zerbricht. Themen des Films sind der Kampf gegen soziale Benachteiligung, Arbeitslosigkeit sowie Drogen- und Alkoholmissbrauch.
Zusätzlich vergab die Jury eine Auszeichnung für „besondere Verdienste“ an „Festen“ des dänischen Regisseurs Thomas Vinterberg (Film des Monats Februar ´99). Wie die Jury in ihrer Mitteilung schreibt, würdigt sie damit „die Herausforderung durch einen jungen und eigenwilligen Filmemacher, der sich in kreativer und kontroverser Form mit dem Thema von elterlichem und sexuellen Missbrauch auseinandersetzt“.
