Weltfrauentag: Vier Dokumentationen über starke Frauen
(medientipp) Zum Weltfrauentag am 8. März zeigt ARTE vier Dokumentationen über Geschichten von Frauen aus aller Welt. Den Protagonistinnen gemeinsam ist die Erfahrung der Einschränkung und die Suche nach Freiheit.
Sowohl die Iranerin Sinat („Sinat, ein besonderer Tag“), als auch die schwarze Jüdin Zipora („Die Frau meines Mannes“) sind in eine patriarchalische Gesellschaftsordnung eingebunden. Während die eine als Krankenschwester und angehende Politikerin gegen gesellschaftliche Einschränkungen kämpft, folgt die andere der Tradition und stimmt einer zweiten Heirat ihres Mannes zu. Auf der Suche nach Freiheit verschlägt es fünf Französinnen nach Berlin. Sie brechen mit ihrer Heimat mit dem Preis, heimatlos zwischen zwei Ländern zu leben („Fünf Französinnen in Berlin“). Die Freiheit in der Justizanstalt in Rennes nimmt sich demgegenüber bescheiden aus: Sie beschränkt sich auf einen Garten zwischen den Mauern („Ein Garten im Gefängnis“).
Der Weltfrauentag am 8. März geht auf eine internationale Demonstration von 1911 zurück, als Frauen in Amerika und Europa das Wahlrecht forderten. Seither gilt der 8. März als Gedenk- und Aktionstag für Gleichberechtigung und gegen Diskriminierung.
„Sinat, ein besonderer Tag“, Dokumentation von Ebrahim Mokhtari, Frankreich/Iran 1999
Freitag, 8. März, ab 22.15 Uhr auf ARTE
Sinat ist die erste Frau auf der Insel Queshm im Süden Irans, die als Krankenschwester die traditionelle weibliche Gesichtsverhüllung dieser Region, die Borqué, ablegen kann. Gleichzeitig ist Sinat politisch aktiv und tritt am 26. Februar 1999 für das Gemeindepräsidium in den Wahlkampf gegen ihren Mann und drei weitere Kandidaten. Sie ist fest entschlossen, sich für die Gemeinde und die Sache der Frau einzusetzen.
„Fünf Französinnen in Berlin“, Dokumentation von Juliette Cazanabe, Deutschland 2001
Freitag, 15. März, ab 22.05 Uhr auf ARTE, Erstausstrahlung
Das Porträt von fünf grundverschiedenen Frauen, die Frankreich verlassen haben und in Berlin angekommen sind, zeigt die Träume und Brüche zwischen zwei Kulturen. Die kulturellen Unterschiede und Traditionen porträtieren zugleich das heutige deutsch-französischen Verhältnis nach einer konfliktreichen Geschichte.
„Die Frau meines Mannes“, Dokumentation von Timna Goldstein und Hadar Kleinmann Frankreich/Israel 2000
Freitag, 22. März, ab 22.20 Uhr auf ARTE, Erstausstrahlung
Im Vorort Dimona in Israel lebt eine Gemeinschaft von afroamerikanischen Israeliten nach ihren eigenen Regeln. Entsprechend ihrer Interpretation der Thora praktizieren die Männer Polygamie. Die Dokumentation begleitet die 40-jährige Zipora, Mutter von neun Kindern, deren Mann eine zweite Frau heiratet.
„Ein Garten im Gefängis“, Dokumentation von Sylvaine Dampierre, Frankreich 1999
Freitag, 29. März. ab 22.15 Uhr auf ARTE
Die kleine Freiheit im der Frauenanstalt von Rennes ist ein kleiner Garten. Hier erzählen die Frauen über ihre Vergangenheit und ihre gegenwärtigen Erfahrungen.
