Hörspiel: Gilgamesh
Musik und Regie: Klaus Buhlert, Produktion BR 2001
Sonntag 7., 14., 21., 28. Oktober, jeweils 15.15 Uhr
Im Oktober sendet Bayern2 eine Hörspielfassung des sumerischen Gilgamesh-Epos. Das Epos ist eines der ältesten literarischen Zeugnisse der Menschheit, seine Entstehung geht auf das 3. Jahrtausend vor Christus zurück. Erzählt werden Geschichten um den sagenhaften sumerischen König Gilgamesh und seinen Freund Enkidu, Jäger und Vertrauter der Tiere. Auf der Suche nach Unsterblichkeit kämpft Gilgamesh, zu zwei Dritteln Gott und zu einem Drittel Mensch, gegen Riesen und Ungeheuer.
Das Gilgamesh-Epos weist Parallelen zu alttestamentarischen Geschichten auf, vor allem in seiner Sintflut-Erzählung, in welcher Utnapisch-tim, durch den Gott Ea gewarnt, ein grosses Schiff baut und so aus den Wasserfluten gerettet wird. Wie Noah in der Genesis sendet Utnapisch-tim nach dem Ende des Regens Vögel aus und bringt nach der Flut ein Dankopfer dar. Allerdings unterscheidet sich die biblische Sintfluterzählung in anderen Details von derjenigen des Gilgamesh-Epos, so dass keine direkte Abhängigkeit angenommen werden kann.
Die Hörspielfassung des Bayrischen Radios beruht auf einer Neuübersetzung des Epos durch des österreichischen Schriftsteller Raoul Schrott. Lange Zeit gab es keine Übersetzung, die den aktuellen Stand der Forschung wiedergab. In den letzten Jahrzehnten konnten die meisten Lücken des Epos, welches bisher nur bruchstückhaft überliefert war, geschlossen werden. Schrotts Übersetzung baut auf den neuen Ergebnissen auf und entstand in Zusammenarbeit mit Assyrologen.
Zugleich zur Ursendung erscheint die vierteilige Radiofassung als CD-Edition im Münchner „Hörverlag“. Kontakt: Der Hörverlag GmbH, Sternstrasse 21, D-80538 München. Telefon: ++49 89 21 06 94 20, Mail: info@hoerverlag.de
3 CDs in Luxusausstattung ISBN 3-89584-505-1
Übersetzung: Raoul Schrott
Bearbeitung, Komposition und Regie: Klaus Buhlert
Sprecher: Josef Bierbichler, Martin Wuttke, Thomas Holtzmann, Felix von Manteuffel u.v.a.
Produktion: Bayerischer Rundfunk, 2001
