Zum 80. Geburtstag von Kurt Marti

Am 31. Januar 2001 wird der Schweizer Schriftsteller und Theologe Kurt Marti achtzig Jahre alt. Anlässlich seines Geburtstages ist am Sonntag, 28. Januar auf DRS2 ein Gespräch mit dem Autor zu hören. Kurt Marti, 1921 in Bern geboren, studierte reformierte Theologie in Bern und Basel, wo er vor allem von Karl Barth geprägt wurde. Von 1963 bis 1983 war Marti Pfarrer an der Nydeggkirche in Bern. Er ist Mitbegründer der „Erklärung von Bern“ und Mitbegründer der „Schriftsteller-Gruppe Olten“. Kurt Martis literarisches Werk ist ohne die Impulse des christlichen Glaubens undenkbar. Der Pfarrer-Beruf, den er kontinuierlich ausübte, hat Marti beim Schreiben angeregt. So ist denn auch eines seiner wichtigsten Themen die Spannung zwischen der kirchlichen und der literarischen Sprache. Martis Werk umfasst Gedichte, Kurzgeschichten, Essays, Tagebücher sowie einen Roman. Sein jüngstes Buch „Der Heilige Geist ist keine Zimmerlinde“ ist 2000 im „Radius“-Verlag erschienen. 1997 wurde Kurt Marti mit dem „Kurt-Tucholsky-Preis für literarische Publizistik ausgezeichnet. In der Laudatio wurde ihm attestiert, er habe sich immer wieder „mit kritischem, manchmal auch zornigem Humanismus“ für eine von Geschwisterlichkeit und Zivilcourage geprägte Welt eingesetzt und als einer der Ersten vor der Zerstörung der natürlichen Lebensgrundlagen gewarnt.