Film und Theologie: Zeit, Geschichte und Gedächtnis

(medientipp) Theo Angelopoulos hat sich mit grosser ästhetischer Ausdruckskraft Zeit, Vergänglichkeit und Erinnerung wie kaum ein anderer europäischer Filmemacher gewidmet. Da die theologische Filmarbeit, geprägt durch die Grundbegriffe Offenbarung, Heilsgeschichte oder Tradition, auch ein grosses Interesse an diesen Themen hat, ist es nahe liegend, dass sie sich näher mit dem Werk des Regisseurs beschäftigt hat. Im Rahmen eines Symposiums in Graz im Mai 2002 hat sich die Projektgruppe „Film und Theologie“ mit dem Werk von Theo Angelopoulos auseinandergesetzt, wobei er selbst als Hauptgast daran teilnahm. Die überarbeiteten Vorträge und Gespräche der damaligen Tagung liegen nun im 5. Band der Reihe „Film und Theologie“ vor. Reinhold Zwick gibt eine Einführung in das Gesamtwerk, während Gerhard Larcher die Zeit und das Menschenbild in den letzten Filmen von Angelopoulos untersucht. In der Dokumentation eines Gesprächs mit dem Publikum kommt der Regisseur auch selber zu Wort. Ferner entstand im Rahmen des Symposiums zu Zeit und Gedächtnis auch ein Beitrag zu Peter Weirs „Truman Show“.

Gerhard Larcher / Christian Wessely / Franz Grabner (Hg.) (2003): „Zeit, Geschichte und Gedächtnis. Theo Angelopoulos im Gespräch mit der Theologie“. Film und Theologie Bd. 5, Schüren Verlag, Marburg, 190 Seiten, mit Abbildungen, € 16.80, ISBN 3-89472-352-1.

Mit Beiträgen von Theo Angelopoulos, Andreas Gruber, Peter Hasenberg, Johann Jakob Koch, Gerhard Larcher, Stefan Orth, Martin Ross, Athanasios Vletsis, Dorothea Welle, Siegfried Wiedenhofer und Reinhold Zwick.

Information:http://www.schueren-verlag.de