2 kleine Helden

Selbst wenn es der Vater noch so sehr wünscht: Marcello hat einfach kein Talent zum Fussball spielen. Und auch im Kirchenchor singt er nicht so engelsgleich, wie es die Mutter gerne hätte. Dazu kommt, dass ihn seine Schulkollegen ständig hänseln – kein Wunder, dass der 10-Jährige nicht glücklich ist. Doch dann zieht die gleichaltrige Fatima in der Nachbarschaft ein. Sie spielt am liebsten Fussball und kann es im Gegensatz zu Marcello gut. Nur finden ihre Macho-Brüder, dass Fussball und Jungs nichts für Mädchen seien. Natürlich freunden sich die beiden Kinder trotzdem miteinander an. Denn gemeinsam sind sie stärker und können ihren Träumen nachjagen, und seien diese so bodenlos wie Fliegen trotz Höhenangst.

Der schwedische Kinderfilm erzählt von einer herrlichen Freundschaft und davon, wie viel Mut es braucht, sich von den engen Vorstellungen anderer zu lösen und sein Leben selbst in die Hand zu nehmen. Um dies zu lernen, gibt es auch schon mal von Jesus persönlich einen Tipp. Der wird nämlich nach einem inbrünstigen Gebet Marcellos überraschend lebendig und kommt nachts auf ein Glas Wein vorbei. Die Helden des Films sind selbstverständlich die hervorragend schauspielernden Kinder. Ihre Geschichte ist mit viel Humor und einer guten Portion Ironie inszeniert und unterhält auch Erwachsene bestens.

Christine Stark, Filmbeauftragte Reformierte Medien
christine.stark@ref.ch

«2 kleine Helden», Schweden / USA 2002, Regie: Ulf Malmros, Besetzung: Ariel Petsonk, Zamand Hägg, Michael Nyqvist, Verleih: Cineworx GmbH, Internet: http://www.cineworx.ch, Filmwebsite: http://www.2kleinehelden.de