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Thema / Meldungen
Ehrenleopard für Ken Loach
Im Lauf seiner Karriere ist der Filmemacher Ken Loach vom engagierten
Aussenseiter zum gefeierten Vertreter des britischen Kinos geworden.
Loach tritt in seinen Filmen für soziale Gerechtigkeit und Solidarität
ein. Die verdrängten Realitäten kommen in seinen Filmen immer wieder
zum Vorschein: Arbeitslosigkeit, Diskriminierung, Jugendkriminalität
und Entfremdung. Er erzählt vom Alltag der Arbeiterklasse und bringt
ihre Wahrnehmung ins Kino. Dafür hat er mehrere ökumenische Preise an
internationalen Filmfestivals gewonnen: 1990 am Filmfestival Cannes für
"Hidden Agenda", 1994 am Filmfestival Berlin für die
Sozialstudie "Ladybird, Ladybird" und 1995 wiederum in Cannes
für das Spanien-Kriegsdrama "Land and Freedom". Für "My
Name is Joe" erhielt er 1998 den Europäischen Tempelton
Film-Preis.
Eindrücklich ist die Konsequenz, mit der Loach seine Sicht der Dinge
in die öffentliche Debatte einbringt und sich nicht an Modetrends
anpasst. In herausragenden Filmen wie "Sweet Sixteen",
"My Name is Joe" und "Raining Stones" ist es ihm
gelungen, sowohl die Herzen als auch den kritischen Verstand des
Kinopublikums in Bewegung zu setzen. Er tut dies mit einem Engagement,
das im innersten Kern sowohl ein sozialistisches als auch ein
christliches ist. Die Verbindung dieser beiden Perspektiven ist eine
Herausforderung, die bis in sein Spätwerk den Stachel nicht verloren
hat. Am Filmfestival von Locarno (6.-16. August 2003) wird Ken Loach nun
für sein filmisches Werk mit dem Ehrenleoparden ausgezeichnet.
Charles Martig
Filmbeauftragter Katholischer Mediendienst
| Ökumenische Jury am Filmfestival Locarno 2003
Die ökumenische Jury von Locarno, die seit 1973 besteht und
als unabhängige Jury den ökumenischen Preis vergibt, setzt sich
zusammen aus:
Nathalie Roncier (Präsidentin, Frankreich), Festival du Film
d'Amiens
Jean-Pierre Hoby (Schweiz), Leiter des Kulturdepartements der
Stadt Zürich
Andrew Johnston (Kanada), Interfilm-Koordinator in Kanada
Augustine Loorthusamy (Malaysia), Vize-Präsident SIGNIS
Paolo Tognina (Schweiz), Medienverantwortlicher der evangelischen
Kirche im Tessin
Ulrike Vollmer (Deutschland), Mitglied der Forschungsgruppe
"Film und Theologie"
Die ökumenische Jury von Locarno wird von den internationalen
Filmorganisationen der Kirchen getragen:
Interfilm:
http://www.inter-film.org/
SIGNIS: http://www.signis.net./ |
Online-Programm der Evangelischen Akademie Tutzing
(medientipp) Die Evangelische Akademie Tutzing, eine Tagungs- und
Studienstätte der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, führt von
Oktober 2003 bis März 2004 rund 50 Tagungen, Symposien und
Studienreisen durch. Ein Medizin-Theologie-Symposion beschäftigt sich
im November mit dem Thema "Menschen und Beziehungen im
Krankenhaus". Eine Tagung für Pfarrer, Pfarrerinnen und
Pfarrfamilien widmet sich dem Umgang mit Konflikten im Alltag. Die
Veranstaltung "Werte bilden" fragt nach der Pflege,
Begründung und Veränderung religiöser und gesellschaftlicher Werte.
Das vielfältige Halbjahresprogramm zu Theologie und Gesellschaft über
Kultur bis hin zu Ökologie und Wirtschaft können Interessierte neu im
Internet einsehen und bereits heute Programme einzelner Tagungen
vorbestellen.
www.ev-akademie-tutzing.de/HJP-2-2003.pdf
www.ev-akademie-tutzing.de/programm/
Nord-Süd-Preis wider das Vergessen
(medientipp) Vor zwei Jahren haben das RomeroHaus Luzern und die
Bethlehem Mission Immensee den Nord-Süd-Preis wider das Vergessen
lanciert und das Projekt "Velos pour l'Afrique" ausgezeichnet.
Nun wird der Preis in der Höhe von 20'000 Franken erneut
ausgeschrieben.
Es können Projekte, Personen, Gruppen oder Institutionen vorgeschlagen
werden, die sich im Nord-Süd-Gefälle unserer Welt für mehr
Gerechtigkeit, Frieden und Schöpfungsbewahrung einsetzen. Prämiert
werden fachkompetent durchgeführte innovative Projekte, die im
jeweiligen Land verankert sind und von der dortigen Bevölkerung
mitgetragen werden.
Die bis spätestens 15. November 2003 eingereichten
Vorschläge werden von einer Fachkommission geprüft und danach einer
Jury zur Begutachtung vorgelegt. Den endgültigen Entscheid fällen die
Jurymitglieder, Simonetta Sommaruga, Nationalrätin und Präsidentin SKS,
Röbi Koller, Medienberater, Klaus Leisinger, Executive Director,
Novartis Foundation for Sustainable Development, Fredi M. Murer,
Filmemacher, Dr. Elisabeth Raiser, Historikerin und Patrizia Canlas
Heuberger. Die Preisverleihung wird am 6. Juni 2004 im RomeroHaus Luzern
stattfinden.
Information und Anmeldung: Toni Bernet-Strahm, RomeroHaus
Luzern, Kreuzbuchstrasse 44, 6006 Luzern, Telefon: ++41 (0)41 375 72 72,
Fax: ++41 (0)41 375 72 75, E-Mail: leitung@romerohaus.ch,
Internet: www.romerohaus.ch
oder www.bethlehem-mission.ch
Ausschreibung 2003: "Ritter der Kommunikation"
(medientipp) Das Bundesamt für Kommunikation (BAKOM) und das
Bundesamt für Kultur (BAK) haben zum dritten Mal den "Ritter der
Kommunikation" ausgeschrieben. Mit diesem Preis werden Projekte und
Initiativen ausgezeichnet, die einen Beitrag zur Überwindung des so
genannten "digital gap" (digitalen Graben) in der Schweiz
leisten: Die also etwas dagegen unternehmen, dass verschiedene
Bevölkerungsgruppen von den neuen Informations- und
Kommunikationstechnologien (ICT) ausgeschlossen bleiben. In der Schweiz
sind dies vor allem Frauen, ältere Menschen oder bildungsferne und
einkommensschwache Schichten.
Der Hauptpreis des Ritters der Kommunikation", mit 20'000 Franken
dotiert, steht allen interessierten Gruppen oder Einzelpersonen offen.
Der Jugendpreis in der Höhe von ebenfalls 20'000 Franken ist der so
genannten e-generation, jungen Menschen bis 30 Jahren, vorbehalten. Der
Sonderpreis 2003 ist unter dem Titel "Wenn Lesen ein Problem ist:
ICT gegen Illettrismus" ausgeschrieben und mit 10'000 Franken
dotiert. Um diesen können sich Projekte bewerben, die Menschen mit
Lese- und Schreibschwierigkeiten dazu anregen, den Zugang zu den
Informations- und Kommunikationstechnologien zu suchen, und ihnen
helfen, die nötigen Kompetenzen zu erwerben.
Es werden Projekte bewertet, die im Zeitraum vom 1. Januar 2002 bis 30.
Juli 2003 bereits angelaufen sind. Einsendeschluss für alle
Kategorien ist der 12. September 2003.
Anmeldung und Information: "Ritter der Kommunikation",
Bundesamt für Kommunikation, Zukunftstrasse 44, 2501 Biel, E-Mail: info@comknight.ch,
Internet: www.comknight.ch
Informationen zum "digital gap": www.comknight.ch/deutsch/background.html
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