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Troubled WaterThomas kommt aus dem Gefängnis und erhält als Organist eine zweite Chance. Er begegnet der alleinerziehenden Pfarrerin Anna, die sich auf ihn einlässt. Gleichzeitig hängt ein Schatten über der Liebesbeziehung, denn er hat acht Jahre für den Tod an einem Kind gebüsst. Thomas hat eine entsetzliche Wunde in das Leben der Mutter gerissen. Beide – Thomas und die traumatisierte Mutter – erzählen dieselbe Geschichte aus ihrer Sicht.
Eine Offenbarung im Kino: Nichts mehr und nichts weniger ist der brillant inszenierte Film von Erik Poppe. Vor unseren Augen entwickelt sich ein Drama über Schuld und Versöhnung in poetischen Bildern. Der Verlust des Kindes ist die grosse Wunde, die den Täter und das Opfer miteinander verbindet. Wiederholt sich die Geschichte? Oder gibt es eine Möglichkeit, aus der Schuldverstrickung herauszufinden? Auf dem Schauplatz der musikdurchfluteten Kirche spielt ein Drama um Leben und Tod, um Liebe und Verzweiflung, um Heilung und Verdammnis. Die schauspielerische Glanzleistung fasziniert ebenso wie die kunstvolle Verknüpfung der Beziehungsfäden. Die grossen Gefühle verdankt der norwegische Film nicht zuletzt der dänischen Schauspielerin Trine Dyrholm. Das Motiv der "Troubled Water" ist eine Hommage an Simon & Garfunkel. Die "Brücke über aufgewühltes Wasser" ist jedoch mehr als ein Evergreen – ein vielschichtiges Leitmotiv über die Kraft der Hoffnung und Versöhnung.
Charles Martig, Filmbeauftragter Katholischer Mediendienst charles.martig kath.ch
"Troubled Water" ("DeUsynlige"), Norwegen 2009, Regie: Erik Poppe, Besetzung: Pal Sverre Valheim Hagen, Trine Dyrholm, Ellen Dorrit Petersen, Trond Espen Seim; Verleih: Look Now!, Internet: www.looknow.ch, Filmwebsite (Norwegisch): www.deusynlige.no
Kinostart: 28. Januar 2010
Montag, 25. Januar, 00:00 Uhr, medientipp Weitere Filmtipps
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