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Sunny HillSechs junge Menschen fahren von Berlin in die Schweizer Berge, um sich gemeinsam umzubringen. So haben sie es beim Chatten im Internet vereinbart. Nun lernen sie sich real kennen und müssen sich wohl oder übel miteinander auseinandersetzen. Die Einsamkeit des Entscheids wird in der plötzlichen Gemeinschaft auf die Probe gestellt. Einzelne erzählen, weshalb sie aus dem Leben scheiden möchten, andere nicht. Es entwickelt sich zwangsläufig so etwas wie eine Gruppendynamik, die Gabriel, der sich wie ein Anführer des zusammengewürfelten Haufens gebärdet, verunsichert. Je unklarer wird, ob wirklich alle in den Tod gehen werden, desto unberechenbarer wird er.
Suizid als Dreh- und Angelpunkt eines Spielfilms zu behandeln, ist mutig. Umso bewundernswerter ist es, wie leicht und beiläufig der Film daher kommt, ehe er sich immer intensiver entfaltet. Er umkreist die Todessehnsucht junger Leute, ihre Lebensängste und Verletzungen. Manches kann er erhellen, letzte Unfassbarkeiten bleiben. In nur 10 Drehtagen realisiert, haftet dem Film des Schweizer Nachwuchsregisseurs Luzius Rüedi auch Experimentelles an. Anderes wiederum wie die Namen der drei männlichen Protagonisten Gabriel, Michael und Rafael wirkt zu konstruiert. Doch schmälert weder das eine noch das andere die Intensität von "Sunny Hill".
Christine Stark, Filmbeauftragte Reformierte Medien christine.stark ref.ch
"Sunny Hill", Schweiz 2007, Regie: Luzius Rüedi, Besetzung: Karsten Mielke, Patrick Rapold, Uta Kargel, Maryam Zaree, Christian Weber, Araba Walton, Verleih: Stamm Film AG, Internet: www.stammfilm.ch, Filmwebsite: www.sunnyhill-film.com
Kinostart: 21. Januar 2010 Montag, 18. Januar, 00:00 Uhr, medientipp Weitere Filmtipps
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