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Die Frau mit den 5 Elefanten Dostojewski übersetzen: das ist ein gewaltiges Unterfangen. Den Mut dazu hatte Swetlana Geier, die die Hauptwerke Fjodor Dostojewskis kongenial ins Deutsche übertragen hat. Seit 1992 hat sie die fünf grossen Romane übersetzt: "Verbrechen und Strafe", "Der Idiot", "Böse Geister", "Die Brüder Karamasow" und "Ein grüner Junge". Liebevoll nennt sie diese Bücher "Die 5 Elefanten" und türmt eines nach dem anderen auf ihrem Küchentisch auf. Mit ungebrochener Schaffenskraft führt sie ihre kulturelle Vermittlungsarbeit weiter und feilt täglich an Satz- und Wortschöpfungen, die der russischen Sprache am nächsten kommen.
Der Dokumentarfilm inszeniert eine feinfühlige Begegnung mit der über 80-jährigen Frau. 1923 in der Ukraine geboren, erzählt sie von den sowjetischen und nazi-deutschen Säuberungen, die ihre Familie auseinandergerissen haben, von ihrem Leidensweg und ihren Sprachkenntnissen, die ihr halfen, die Misshandlungen im Arbeitslager zu überstehen. Nach dem Krieg lässt sie sich in Deutschland nieder. Erst im Jahr 2007 reist sie nach langen Jahrzehnten an ihren Herkunftsort zurück – begleitet vom Schweizer Regisseur Vadim Jendreyko. In dieser Zeit stirbt ihr Sohn an den Folgen eines Unfalls, ein tragischer Schicksalsschlag. Trotz allem die Arbeit an den Texten geht weiter. Nach diesem Film will man nur noch eins: Dostojewski in die Hand nehmen und Swetlana Geiers Sprachkünste erlesen.
Charles Martig, Filmbeauftragter Katholischer Mediendienst charles.martig kath.ch
"Die Frau mit den 5 Elefanten", Schweiz/Deutschland 2009, Regie: Vadim Jendreyko, Dokumentarfilm mit Swetlana Geier; Verleih: Cineworx, www.cineworx.ch, Filmwebsite: www.5elefanten.ch
Kinostart: 19. November 2009
Auszeichnung: Lobende Erwähnung der Interreligiösen Jury, Nyon 2009
6. Elefant: Von Swetlana Geier übersetzt, erscheint im Herbst 2009 Fjodor Dostojewskis Roman "Der Spieler" im Ammann Verlag www.ammann.ch |
16.11.2009 Weitere Filmtipps |
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