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Baba’s Song Spätestens seit Madonnas spektakulären Adoptionen ist Malawi bis in die Klatschblätter hinein bekannt. Auch wenn nicht gerade eine Popikone als Mutter in Frage kommt, ist länderübergreifende Adoption ein umstrittenes Thema. Es rahmt den Film über zwei Waisen, die sich in Malawi durchschlagen. Die Szenen mit Gilles Tschudi als doppelzüngiger Heimleiter, Sabine Schneebeli und Franka Potente als lesbisches Paar mit Kinderwunsch wirken allerdings aufgesetzt.
Der Film über Baba und seinen selbsternannten Freund Joe, einen somalischen Flüchtlingsjungen, käme möglicherweise auch ohne sie aus. Der Kinderalltag in Malawi wird ohne Sensationsbilder oder Gewaltspektakel gezeigt, aber auch nicht verharmlost. Es genügt, wenn völlig selbstverständlich erzählt wird, wie ein Mädchen tagsüber Strassenmusik macht und sich abends prostituiert. Oder wie ein Polizist Baba wegen verbotenen Bettelns inhaftiert, bloss um ihn gegen Schmiergeld wieder laufen zu lassen. Der Junge, der Baba spielt, bringt sich im richtigen Leben als Strassenmusiker durch, und entsprechend macht die Filmfigur Baba vor allem gut Musik. Der malawische Sänger Ben Michael Mankhamba und nicht Madonna ist es dann auch, der so etwas wie Zukunft bieten kann. Wenn das Drama auch oft zu glatt geraten ist, sensibilisiert es für afrikanische Kinderrealitäten.
Christine Stark, Filmbeauftragte Reformierte Medien christine.stark ref.ch
"Baba’s Song", Schweiz 2008, Regie: Wolfgang Panzer, Besetzung: Sila Bakali, Joseph Pamfo, Gilles Tschudi, Sabine Schneebeli; Verleih: Vega Distribution, Internet: www.vegafilm.com
Kinostart: 20. August 2009 17.08.2009 Weitere Filmtipps |
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