Historias minimas
Ein bezauberndes Roadmovie aus Patagonien: Carlos Sorin zeigt
mit seiner beweglichen Kamera und mit authentischer Besetzung,
wie das Leben im Süden Argentiniens von kleinen Dingen und
Geschichten geprägt ist.
Der betagte Don Justo bricht nach San Julian auf, als er
erfährt, dass sein seit langem vermisster Hund "Malacara"
in der Stadt gesehen wurde. Maria Flores ist mit ihrem Kleinkind
im Arm unterwegs. Sie macht sich auf den Weg ins Fernsehstudio,
taucht ein in die funkelnde Welt der Gameshows, die ihr
eigentlich fremd ist. Roberto, ein vierzigjähriger
Handelsreisender, ist auch unterwegs nach San Julian. Er hat
eine Geburtstagstorte im Transporter, mit der er eine verwitwete
junge Frau beeindrucken möchte.
Alle drei Figuren haben Träume, Erinnerungen und Hoffnungen.
Sie geraten auf ihrer Reise in seltsame Widersprüche und
bewegen sich in kleinen, alltäglichen Tragikomödien. Der
grosse Preis von Maria Flores ist ein
"Multiprozessor", den sie nicht brauchen kann, da sie
zu Hause keinen Strom hat. Roberto besucht seine Angebetete in
der Rolle des Vertreters. Er traut sich nicht, seine wirklichen
Gefühle zu offenbaren. Und Don Justo lebt in einer tragischen
Geschichte, die sein Hund mit ihm erlebt hat. In diesen kleinen
"historias" werden die Menschen nur beinahe glücklich
und das ist bereits sehr viel.
Charles Martig,
Filmbeauftragter Katholischer Mediendienst
"Historias minimas", Argentinien 2002, Regie: Carlos
Sorin, Besetzung: Antonio Benedictis, Javiera Bravo, Javier
Lombardo, Verleih: trigon-film.
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