27-28/03  – 1. Juli
 
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Filmtipp

Historias minimas

Ein bezauberndes Roadmovie aus Patagonien: Carlos Sorin zeigt mit seiner beweglichen Kamera und mit authentischer Besetzung, wie das Leben im Süden Argentiniens von kleinen Dingen und Geschichten geprägt ist.
Der betagte Don Justo bricht nach San Julian auf, als er erfährt, dass sein seit langem vermisster Hund "Malacara" in der Stadt gesehen wurde. Maria Flores ist mit ihrem Kleinkind im Arm unterwegs. Sie macht sich auf den Weg ins Fernsehstudio, taucht ein in die funkelnde Welt der Gameshows, die ihr eigentlich fremd ist. Roberto, ein vierzigjähriger Handelsreisender, ist auch unterwegs nach San Julian. Er hat eine Geburtstagstorte im Transporter, mit der er eine verwitwete junge Frau beeindrucken möchte.
Alle drei Figuren haben Träume, Erinnerungen und Hoffnungen. Sie geraten auf ihrer Reise in seltsame Widersprüche und bewegen sich in kleinen, alltäglichen Tragikomödien. Der grosse Preis von Maria Flores ist ein "Multiprozessor", den sie nicht brauchen kann, da sie zu Hause keinen Strom hat. Roberto besucht seine Angebetete in der Rolle des Vertreters. Er traut sich nicht, seine wirklichen Gefühle zu offenbaren. Und Don Justo lebt in einer tragischen Geschichte, die sein Hund mit ihm erlebt hat. In diesen kleinen "historias" werden die Menschen nur beinahe glücklich und das ist bereits sehr viel.

Charles Martig, Filmbeauftragter Katholischer Mediendienst


"Historias minimas", Argentinien 2002, Regie: Carlos Sorin, Besetzung: Antonio Benedictis, Javiera Bravo, Javier Lombardo, Verleih: trigon-film.

 

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