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Baran

Wie im Vorspann von "Baran" zu lesen ist, leben 1,4 Millionen Flüchtlinge aus Afghanistan im Iran, eine Zahl, die sich nach dem Ende der Filmarbeiten vervielfacht hat. Majid Majidi gestaltet eine Liebesgeschichte im afghanischen Flüchtlingslager, die der Tragik dieses Schicksals ein neues Gesicht gibt. Dabei hat er einen Hang zum Populistischen und Romantischen, was ihn deutlich von seinen Kollegen Abbas Kiarostami und Mohsen Makhmalbaf unterscheidet. Wenn der junge Iraner Latif und die Afghanin Baran in abwechselnden Nahaufnahmen wortlos seelenvolle Blicke austauschen, lässt er eine sublimierte Sinnlichkeit aufblitzen, die an das alte amerikanische Hollywood oder an das moderne indische Bollywood-Kino erinnert.

Charles Martig, Filmbeauftragter Katholischer Mediendienst

"Baran", Iran 2001, Regie: Majid Majidi, Besetzung: Hossein Abedini, Zahra Bahrami, Mohammad Amir Naji, Ascot Elite Zürich, www.ascot-elite.ch, Internet: http://baran.cinemajidi.com, Kinostart: 7. Februar 2002

 

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